Vom Bestellerprinzip bei Vermietung zum Bestellerprinzip im Verkauf

Das "Bestellerprinzip "light" - oder: die neue Regelung zur Verteilung der Maklerprovision.

Wenn das beabsichtigte Gesetz umgesetzt wird, wird eine neue Maklerkultur in Deutschland entstehen.

Die neue Regelung der "Verteilung der Maklerprovision", die im Februar zur Abstimmung kommen wird, hat folgende Kernbereiche:

- Maklerverträge betreffend Wohnungen und Einfamilienhäuser (incl. 2-Familienhäuser, bzw. Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung) bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (zum Beispiel E-Mail).

- Wird der Makler aufgrund zweier Maklerverträge als Interessenvertreter für sowohl Käufer als auch Verkäufer tätig, kann er Courtage nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen.

- Hat dagegen nur eine Partei die Entscheidung zur Einschaltung eines Maklers getroffen, ist sie verpflichtet, die Maklervergütung zu zahlen.

- Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Partei weiterzureichen, sind nur wirksam, wenn die weitergereichten Kosten maximal 50 Prozent der insgesamt zu zahlenden Courtage ausmachen. (Original-Texte aus dem Regierungsentwurf)

 

Die Konsequenzen daraus werden die Maklertätigkeit zu mehr Qualität führen. Es wird mehr und sicherere Gemeinschaftsgeschäfte geben. Die unsägliche "Kostenlos für Verkäufer"-Werbung wird der Vergangenheit angehören. Daraus ergeben sich Vorteile für die Verbraucher und deshalb auch für die Makler.